Das Dilemma: Pauschale oder Fahrtenbuch?
Wer einen Dienstwagen auch privat nutzt, muss diesen "geldwerten Vorteil" versteuern. Das Finanzamt bietet zwei Methoden an, und die Wahl der richtigen Methode kann tausende Euro im Jahr sparen.
Die 1% Regelung (Pauschalmethode)
Dies ist der Standard. Du versteuerst monatlich pauschal 1% des Bruttolistenpreises (BLP) deines Fahrzeugs. Hinzu kommen 0,03% pro Entfernungskilometer zum Arbeitsplatz.
Beispiel:
- VW Golf für 40.000€ BLP.
- Monatlicher steuerpflichtiger Vorteil: 400€ (plus Arbeitsweg).
- Bei 42% Steuersatz kostet dich das Auto also effektiv ca. 168€ netto weniger Gehalt.
Wann lohnt sich die 1% Regel?
- Wenn du das Auto sehr viel privat nutzt.
- Wenn der Bruttolistenpreis im Verhältnis zu den realen Kosten niedrig ist.
- Wenn du keine Lust auf Bürokratie hast (Bequemlichkeit).
Die Alternative: Das Fahrtenbuch
Hier versteuerst du nur die tatsächlichen Kosten anteilig für deine Privatfahrten. Wenn das Auto also günstig im Unterhalt ist oder du wenig privat fährst, ist das oft viel billiger.
E-Autos: Der "Gamechanger"
Für Elektroautos gelten reduzierte Sätze: 0,25% (bis 95.000€ BLP) oder 0,5%. Das macht die Pauschalversteuerung fast immer unschlagbar günstig.
Fazit: Bei Verbrennern genau rechnen (Fahrtenbuch oft besser). Bei E-Autos fast immer die pauschale Regelung wählen.