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Ratgeber
Steuern5 min

Die 1% Regelung einfach erklärt: Wann lohnt sie sich?

Dienstwagen versteuern muss kein Hexenwerk sein. Ich rechne nach: Wann gewinnt die 1% Regel gegen das Fahrtenbuch?

Das Dilemma: Pauschale oder Fahrtenbuch?

Wer einen Dienstwagen auch privat nutzt, muss diesen "geldwerten Vorteil" versteuern. Das Finanzamt bietet zwei Methoden an, und die Wahl der richtigen Methode kann tausende Euro im Jahr sparen.

Die 1% Regelung (Pauschalmethode)

Dies ist der Standard. Du versteuerst monatlich pauschal 1% des Bruttolistenpreises (BLP) deines Fahrzeugs. Hinzu kommen 0,03% pro Entfernungskilometer zum Arbeitsplatz.

Beispiel:

  • VW Golf für 40.000€ BLP.
  • Monatlicher steuerpflichtiger Vorteil: 400€ (plus Arbeitsweg).
  • Bei 42% Steuersatz kostet dich das Auto also effektiv ca. 168€ netto weniger Gehalt.

Wann lohnt sich die 1% Regel?

  • Wenn du das Auto sehr viel privat nutzt.
  • Wenn der Bruttolistenpreis im Verhältnis zu den realen Kosten niedrig ist.
  • Wenn du keine Lust auf Bürokratie hast (Bequemlichkeit).

Die Alternative: Das Fahrtenbuch

Hier versteuerst du nur die tatsächlichen Kosten anteilig für deine Privatfahrten. Wenn das Auto also günstig im Unterhalt ist oder du wenig privat fährst, ist das oft viel billiger.

E-Autos: Der "Gamechanger"

Für Elektroautos gelten reduzierte Sätze: 0,25% (bis 95.000€ BLP) oder 0,5%. Das macht die Pauschalversteuerung fast immer unschlagbar günstig.

Fazit: Bei Verbrennern genau rechnen (Fahrtenbuch oft besser). Bei E-Autos fast immer die pauschale Regelung wählen.

Rechne es selbst nach!

Firmenwagen oder Privat-Leasing? Was lohnt sich für dich?

Über den Autor

Hi, ich bin Michael. Ich habe Carculated gebaut, weil ich bei meiner eigenen Leasing-Entscheidung nach einem unabhängigen Rechner gesucht habe, der die Gesamtkosten inkl. Opportunitätskosten ehrlich vergleicht – und keinen gefunden habe. Also musste ich es selbst in Excel bauen. Jetzt gibt es das Tool auch für dich.

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