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Ratgeber
Grundlagen5 min

Gesamtkosten eines Autos: Total Cost of Ownership

Welche Kosten neben Energie und Versicherung anfallen und wie du Wertverlust, Wartung, Steuer und Finanzierung auf einen Monatswert verteilst.

Energie und Versicherung sind nur zwei Bestandteile der Autokosten. Für einen vergleichbaren Monatswert gehören auch Wertverlust, Steuer, Wartung, Finanzierung und mögliche Kapitalkosten in die Rechnung.

Kosten, die nicht monatlich abgebucht werden

Monatliche Abbuchungen sind leicht zuzuordnen. Jährliche Kosten oder ein erst beim Verkauf sichtbarer Wertverlust brauchen dagegen eine gemeinsame Modellrechnung. Vier Bereiche sind dafür besonders relevant:

1. Wertverlust

Der Wertverlust erscheint nicht als Abbuchung, sondern später als niedrigerer Verkaufserlös. Wie hoch er ausfällt, hängt unter anderem von Fahrzeug, Alter, Laufleistung und Markt ab. Für den Vergleich kannst du Kaufpreis und erwarteten Restwert auf die Haltedauer verteilen.

2. Opportunitätskosten (Kapitalkosten)

Wenn du 30.000 € bar für ein Auto bezahlst, kann dieses Geld keine Zinsen mehr erwirtschaften. Das sind Opportunitätskosten. Bei einer angenommenen Rendite von 5 % entsprechen 30.000 € gebundenem Kapital rechnerisch 1.500 € pro Jahr. Die Rendite ist eine unsichere Annahme und sollte im Vergleich veränderbar bleiben.

3. Wartung und Verschleiß

Reifen, Inspektionen, Hauptuntersuchung und Reparaturen fallen unregelmäßig an. Eine monatliche Rücklage bildet diese Kosten im Vergleich ab. Ihre Höhe sollte zu Alter, Laufleistung und Garantieumfang des Fahrzeugs passen.

4. Betriebskosten

Dazu zählen Kraftstoff oder Strom, Versicherung, Kfz-Steuer, Pflege und Parkgebühren. Für einen fairen Vergleich sollten Verbrauch, Fahrleistung und regionale Preise bei allen Optionen gleich angesetzt werden.

Beispiel statt Faustformel

Autokostenrechner wie der des ADAC führen Wertverlust, Betrieb, Werkstatt und Fixkosten zusammen. Für deinen Vergleich sind jedoch die Werte des konkreten Fahrzeugs und deine Fahrleistung entscheidend.

Wofür der Gesamtkostenvergleich hilft

Total Cost of Ownership bringt unterschiedliche Alternativen auf dieselbe Grundlage:

  • Kauf vs. Leasing: Vergleiche nicht nur Rate und Kaufpreis, sondern Wertverlust, Einmalkosten, Zinsen und Restwertrisiko über denselben Zeitraum.
  • Auto vs. ÖPNV oder Carsharing: Stelle monatliche Fixkosten und nutzungsabhängige Kosten der gleichen Fahrleistung gegenüber.

Fazit: Alle Kosten auf denselben Zeitraum bringen

Erst wenn Wertverlust, laufende Kosten und Finanzierung auf denselben Zeitraum verteilt sind, kannst du Fahrzeuge und Finanzierungswege sinnvoll vergleichen. Rendite und Restwert bleiben dabei veränderbare Annahmen. Carculated führt diese Kosten in einer Modellrechnung zusammen.

Monatliche Autokosten berechnen

Über den Autor

Hi, ich bin Michael. Für meine eigene Autoentscheidung wollte ich Leasing und Kauf mit denselben Annahmen vergleichen, einschließlich gebundenem Kapital. Aus meiner Excel-Rechnung entstand Carculated.

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